Australian Open Wetten in der Schweiz 2026: Wer darf mitbieten, und zu welchem Preis
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Swisslos und Loterie Romande dürfen als einzige Veranstalter Sportwetten anbieten, und sie teilen die Schweiz sauber in zwei Vertragsgebiete. Wer in Zürich wohnt, kommt bei Jouez Sport nicht an ein Spielerkonto. Wer in Genf wohnt, kommt bei Sporttip nicht an eines. Das ist die erste Tatsache, die jede Vergleichstabelle über den Haufen wirft, und es ist die Tatsache, die auf dieser Seite zuerst steht.
Stand: 31 Oktober 2026. Die Angaben zu Bewilligungen, Limiten und Rechtsgrundlagen wurden gegen die Gespa als Aufsichtsbehörde und die veröffentlichten Teilnahmebedingungen der beiden Veranstalter geprüft.
Die zweite Tatsache: Es gibt keine dritte Bewilligung. Der Gesetzgeber hat die Zahl der Veranstalter auf zwei gedeckelt, nicht aus Marktfaulheit, sondern als Konstruktion. Was daraus folgt, ist unangenehm für jeden, der sich an zehn Anbietern in einem Vergleich gern ein Preisfeuerwerk erwartet: Der Wettbewerb um den Preis findet zwischen zwei Anbietern statt, und die Konkurrenz um die Aufmerksamkeit findet zwischen diesen beiden und einer Reihe ausländischer Seiten, die in der Schweiz gar nicht zugelassen sind. Beides ist wichtig. Beides darf man nicht verwechseln.
Wer im Januar auf ein Match in Melbourne setzen will, trifft also eine Vorentscheidung, bevor er die erste Quote liest: sein Wohnsitz entscheidet, welche der beiden Plattformen überhaupt in Frage kommt. Alles, was danach kommt — Quoten, Limiten, Cash-Out, Steuern — ist die Verhandlung über den Preis und die Bedingungen dieses Zugangs.
Wie die zehn Platfformen im Vergleich abschneiden
Die Tabelle sortiert nach Bewilligung, nicht nach Werbebudget. Genau in dieser Reihenfolge, denn das ist die Angabe, die alles andere dahinter bestimmt: Ob ein Anbieter überhaupt Schweizer Recht untersteht, entscheidet darüber, ob er sich an die behördliche Ereignisliste halten muss, ob er an das Sperrregister angeschlossen ist, ob es eine Schweizer Aufsicht gibt, an die man sich bei Streit wenden kann, und ob das Verlustlimit-System für ihn gilt. Ein Anbieter ohne Bewilligung hat für den Schweizer Spielenden keine einzige dieser Eigenschaften. Er hat andere, und später steht, was sie kosten.
| Anbieter | Bewilligung in der Schweiz | Veranstalter oder gemeldete Bewilligung |
|---|---|---|
| Swisslos (Sporttip) | Ja, Veranstalter- und Spielbewilligung nach BGS | SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel |
| Loterie Romande (Jouez Sport) | Ja, Veranstalter- und Spielbewilligung nach BGS | Loterie Romande, Société de la Loterie de la Suisse Romande |
| Rainbet | Keine Schweizer Bewilligung | Bewilligung nicht festgestellt, ohne Geltung in der Schweiz |
| BassBet | Keine Schweizer Bewilligung | Bewilligung nicht festgestellt, ohne Geltung in der Schweiz |
| DirectionBet | Keine Schweizer Bewilligung | Bewilligung nicht festgestellt, ohne Geltung in der Schweiz |
| Betovo | Keine Schweizer Bewilligung | Bewilligung nicht festgestellt, ohne Geltung in der Schweiz |
| Rollbit | Keine Schweizer Bewilligung | Bewilligung nicht festgestellt, ohne Geltung in der Schweiz |
| Sportuna | Keine Schweizer Bewilligung | Bewilligung nicht festgestellt, ohne Geltung in der Schweiz |
| Cloudbet | Keine Schweizer Bewilligung | Bewilligung nicht festgestellt, ohne Geltung in der Schweiz |
| Bahigo | Keine Schweizer Bewilligung | Bewilligung nicht festgestellt, ohne Geltung in der Schweiz |
Die zweite Spalte ist die unbequeme. Acht Zeilen sagen dasselbe, und das ist kein Redaktionsversehen: Die Aufsichtsbehörde publiziert keine Liste weiterer bewilligter Buchmacher, weil es keine weiteren gibt. Wer nach einem dritten Schweizer Anbieter sucht, sucht nach etwas, das die Rechtsordnung nicht vorsieht. Die einzige Liste, die die Gespa in diesem Feld führt, ist keine Zulassungsliste, sondern ihr Gegenstück: die Sperrliste der ausländischen Domains, die die Schweizer Telekom-Anbieter per DNS blockieren. Dort zu stehen heisst nicht, ein Anbieter sei legal, sondern nur, dass seine Hauptdomain gerade blockiert wird — und geblockte Domains werden innerhalb von Stunden ersetzt. Wer also heute auf einer erreichbaren ausländischen Seite landet, hat keinen Beweis für irgendetwas gefunden. Er hat nur eine Domain erwischt, die noch nicht auf der Liste steht.
Wer die zehn Zeilen jetzt nach dem Preis sortieren will, würde bei einem Drittel von ihnen auf ein Nichts stossen: Für die acht ausländischen Plattformen trägt keine Quelle dieser Zusammenstellung eine Prämie, eine Quote, eine Auszahlungsfrist. Das ist keine Lücke, die man mit einem Gedankenstrich füllt, und schon gar nicht mit einem geschätzten Wert. Es ist die Information selbst: Über einen Anbieter, für den in der Schweiz keine Aufsicht besteht, gibt es keine geprüfte Zahl. Wer ihn trotzdem ausprobiert, prüft seine Bedingungen selbst — und das schweizerische Verbraucherschutznetz, das bei einem bewilligten Veranstalter greift, tut es nicht.
Was in diesem Vergleich gemessen wird
Bemessungsgrundlage sind vier Dinge: welche Sportereignisse und Wettarten überhaupt angeboten werden dürfen, wie hoch die Einsatz- und Verlustlimiten sind, was das Auszahlen und das vorzeitige Schliessen einer Wette kostet, und wie ein Anbieter mit einer Wette umgeht, die mitten im Match schiefgeht. Nicht gemessen wird, wie gross ein Werbebetrag auf der Startseite gedruckt ist. Ein beworbener Bonusbetrag sagt nichts über das Angebot eines Anbieters aus, weil er nicht Teil des Angebots ist, sondern Werbung dafür — und die Bedingungen, unter denen er ausgezahlt wird, stehen nicht im Werbebanner.
Genau hier zahlt sich die Reihenfolge der Tabelle aus. Ein Anbieter mit Schweizer Bewilligung darf nur auf Ereignisse und Wettarten setzen lassen, die in einer behördlichen Liste stehen. Das klingt nach einer Einschränkung und ist eine. Es ist aber auch eine Zusage: Der Ausgang einer Wette, die dort steht, ist nach Regeln entschieden, die ein Aufsichtsorgan kennt, und im Streitfall gibt es eine Schweizer Adresse dafür. Bei einem Anbieter ohne Bewilligung gibt es keine solche Adresse. Nicht eine langsamere, keine teurere — keine.
Die Rangfolge, die daraus folgt
Platz eins und zwei in diesem Feld sind keine Wertung, sondern eine Tatsachenfeststellung: Swisslos Sporttip und Loterie Romande Jouez Sport sind die beiden bewilligten Veranstalter, und sie sind die einzigen. Wer in ihrem jeweiligen Gebiet wohnt, hat mit ihnen eine Wahl und mit den acht anderen Anbietern eine Versuchung.
In dieser Reihenfolge kommen sie auf der Seite: zuerst die beiden Veranstalter, jeder ausführlich, weil bei ihnen jede Zahl eine Quelle hat und jede Bedingung nachlesbar ist. Danach die acht ausländischen Plattformen in der Reihenfolge Rainbet, BassBet, DirectionBet, Betovo, Rollbit, Sportuna, Cloudbet, Bahigo — jede ausdrücklich als Anbieter ohne Schweizer Bewilligung, jede beschrieben und eingeordnet, keine beworben. Wer eine von ihnen bespielt, spielt nach ihren Regeln. Dieses Heft kann sie nur so beschreiben, wie ein Schweizer Leser sie trifft: als Seiten, auf denen Schweizer Recht nicht gilt, Schweizer Limiten nicht greifen und Schweizer Winnings unter Umständen ganz anders behandelt werden. Die Einzelheiten dazu stehen dort, wo es um die ausländischen Anbieter geht.
Und noch eine Sache zur Form: Werbung für ein Geldspiel, das in der Schweiz nicht erlaubt ist, ist strafbar. Das schreibt der Gesetzgeber in Artikel 74 Absatz 3 des Geldspielgesetzes, und Artikel 131 desselben Erlasses stellt dafür eine Busse von bis zu CHF 500'000 in Aussicht. Man kann eine ausländische Plattform also beschreiben. Man kann sie nicht empfehlen, und man kann sie nicht mit einem Preis bewerben, den sie in der Schweiz nicht anbieten darf. Deshalb steht auf dieser Seite kein Bonus und keine Aktion, sondern eine Beurteilung.
Grundlagen: Was bei diesem Turnier eigentlich gespielt und gesetzt wird
Zwei Wochen Melbourne, ein Belag, der seit 2020 GreenSet heisst und davor Plexicushion war und davor, bis 2007, Rebound Ace, eine Turniergeschichte seit 1905 und ein Modus, der zwischen den Geschlechtern auseinandergeht. Das gehört zusammen, weil kein Satz einer Quote zufällig so hoch ist, wie er ist. Beim Hartplatz in Melbourne ist der Ball schnell und der Aufschlag dominant; dem trägt jede Quotensetzung still Rechnung.

Der Modus ist der entscheidende Punkt für alle, die auf Teilmärkte setzen wollen. Bei den Australian Open spielen die Herren auf drei Gewinnsätze, die Damen auf zwei Gewinnsätze; steht es 6:6, entscheidet ein Tiebreak, und im Entscheidungssatz ein Match-Tiebreak bis 10 Punkte mit zwei Punkten Vorsprung. Das ist der Unterschied zur Zeit vor der Einführung des Match-Tiebreaks in dieser Form: Ein Entscheidungssatz kann so nicht mehr endlos laufen, und damit ist auch die Wetthaus-Frage, ob eine Partie «jemals» zu Ende kommt, grundsätzlich geklärt. Wie sich das auf Wetten auf den Satzausgang auswirkt, erfahren Sie im Abschnitt «Wettarten und Quoten»; es ist mehr, als man denkt.
Zum Zeitraum: Die Ausgabe 2026 wurde vom 18. Januar bis 1. Februar 2026 in Melbourne ausgetragen, die Ausgabe 2027 ist vom 17. bis 31. Januar 2027 angesetzt. Wer im Januar eine Wette auf das Turnier abschliesst, schliesst sie während einer Sportwoche ab, die im Kalender der Anbieter so voll ist wie kaum eine zweite. Das ist nicht nur ein Terminproblem. Wer um zwei Uhr nachts ein Match aus Melbourne über einen Livestream verfolgt, hat kein anderes Limit als jemand, der am Samstagnachmittag auf die Fussballrunde setzt. Die Limiten und die Spielsperre, die für eine Wette gelten, gelten für die um zwei Uhr nachts genauso wie für die am Nachmittag.
Dazu die Rekordmarken, die in jedem Vorschau-Text zur Sprache kommen und für den Quotenmarkt Bedeutung haben, weil sie das Feld der genannten Favoriten strukturieren: Novak Djokovic hält in der Open Era den Rekord im Herreneinzel mit 10 Titeln, Serena Williams den im Dameneinzel mit 7 Titeln. Zählen wir die Zeit vor der Open Era ab 1969 mit, steht Margaret Court bei 11 Einzeltiteln. Und die Ausgabe 2026 hat ihre Sieger: Carlos Alcaraz gewann im Herreneinzel, Jelena Rybakina im Dameneinzel. Wer auf die Ausgabe 2027 setzt, setzt auf ein gänzlich neues Feld — Melbourne wiederholt kein Ergebnis, es produziert ein neues.
Der Spielplan als Preisproblem
Ein Grand-Slam-Turnier ist kein einzelnes Ereignis, und das ist der erste Punkt, den ein nicht schweizerischer Anbieter und ein bewilligter Veranstalter unterschiedlich darstellen. Gesetzt wird nicht auf «das Turnier», sondern auf Partien — auf die erste Runde, auf Achtelfinals, auf Halbfinals, auf einzelne Tage. Ein Laufzeitmarkt auf den Turniersieg ist ein anderes Produkt als eine Einzelwette auf ein Dienstagsspiel der zweiten Runde, und es ist ein Produkt mit anderem Risiko: Ein Langzeitmarkt bleibt tagelang offen, ein Tagesmarkt nur bis zum ersten Aufschlag.
Was daraus folgt, ist vor allem ein Zeitplanungsproblem. Wer den Turniersieg eines Spielers absichern will, muss den Wettmarkt finden, der dafür offen ist; wer nur einen Abend abdecken will, braucht einen Markt, der genau dann noch offen ist. In der Praxis schliesst sich der Kreis über die zwei Wochen hinweg immer wieder: Die erste Runde bietet die meisten Partien und damit die meisten Märkte; mit jeder Runde schrumpft das Feld, und damit schrumpft auch die Auswahl. Die Finals, bei denen die grosse Volksmeinung auf einen Favoriten setzt, sind genau der Moment, in dem ein Markt am wenigsten Überraschung zu bieten hat und die Marge am wenigsten Spielraum lässt.
Die Zeitverschiebung nach Melbourne tut ein Übriges. Der australische Sommer beginnt den Schweizer Fernsehabend mit einer Stunde Vorsprung und endet zehn Stunden später. Wer Wetten platziert, die den Spielbeginn voraussetzen, muss die Ortszeit kennen — die Angaben auf dem Wettschein sind nicht immer in der eigenen Zeitzone gedacht. Ein Matchbeginn um 19:30 Uhr Ortszeit in Melbourne ist für einen Betrachter in Zürich ein Zeitpunkt, der mit dem Fernsehabend zusammenfällt; das Turnier läuft für ihn über die ganze Nacht. Nicht jeder Anbieter führt seine Livezeiten einheitlich; wer Livewetten spielen will, prüft sie besser vor dem ersten Aufschlag, nicht während des Matchball-Punkts.
Die Ausgabe, um die es auf dieser Seite geht, ist die kommende, und ihr Termin steht fest. Die vorige ist entschieden, ihre Sieger stehen fest, und die dort gespielten Partien werden nicht nachträglich wieder geöffnet. Wer auf die Australian Open wettet, wettet auf die nächste Ausgabe — ein Umstand, der trivial klingt und in mancher Werbung für Langzeitmärkte nicht immer deutlich wird. Vor dem ersten Aufschlag gibt es keine Quote, die sich noch ändern könnte; danach ändert sie sich, und zwar schneller, als einem der Wettschein lieb ist.
Der Kader im Januar
Auf der Herren- und der Damenseite stehen über hundert Spielerinnen und Spieler in einem Feld, das nach Weltrangliste gesetzt ist. Für die Quoten ist die Setzliste eines Turniers nur ein Randfaktor, für den Betrachter aber ein Sortierhilfsmittel: Die Setzliste bestimmt, wer in welcher Runde auf wen trifft, und damit, wann die grossen Namen überhaupt auf dem Platz stehen. Eine Wette auf einen Aussenseiter in Runde eins ist eine andere Sache als eine auf denselben Spieler im Achtelfinale, und die Quoten dieser beiden Wetten liegen selten nahe beieinander.
Dazu kommt die Auslosung. Sie entscheidet über mehr als die Begegnungen. Sie entscheidet, ob ein in der Weltrangliste hoch geführter Spieler auf jemanden aus der Hälfte des Feldes trifft, gegen den er noch nie gespielt hat, oder auf einen, der ihn im Vorjahr geschlagen hat. Quoten reagieren auf die Auslosung, lange bevor ein Ball geworfen wird, und wer sich zum Marktgedanken einer Quote Klarheit verschaffen will, kann das an diesem Punkt tun: Die Auslosung ist öffentlich, die Quotenlage unmittelbar danach ist nicht dieselbe wie eine Woche zuvor. Auf dieser Seite steht kein Tipp und wird keiner folgen, weil niemand den Ausgang eines Matches kennt. Was steht, ist das, was aus dem Termin der Auslosung, dem Modus und der Quotensystematik folgt — und das ist eine ganze Menge.
Ein Detail aus dem Reglement, das im Januar-Reigen regelmässig untergeht, gehört hierher, weil es die Laufzeit von Wetten verändert: Ein Grand-Slam-Turnier wird über mehrere Runden gespielt, und die betroffenen Spieler tragen an mehreren Tagen nacheinander Matches. Für einen Kombinationsschein heisst das: Wetten, die sich auf dieselbe Person über mehrere Tage beziehen, sind voneinander abhängig. Dasselbe gilt für Wetten auf dieselbe Begegnung in unterschiedlichen Märkten. Was daraus folgt, ist im Abschnitt «Wettarten und Quoten» ausgeführt. Ohne den Anspruch auf Vollständigkeit sei hier nur gesagt: Ein Kombischein wird nicht dadurch sicherer, dass man ihn aus denselben zwei Namen mehrfach zusammensetzt.
Rechtslage in der Schweiz: Warum die Auswahl so klein ist
Online-Sportwetten sind in der Schweiz ein Grossspiel im Sinne des Geldspielgesetzes, in Kraft seit dem 1. Januar 2019, und werden von der Gespa beaufsichtigt — der Interkantonalen Geldspielaufsicht mit Sitz in Bern, deren Grundlage das Geldspielkonkordat ist. Nicht von der ESBK, die nur die Casinos beaufsichtigt. Der Unterschied ist wichtig für den, der eine Aufsicht sucht und sich an die falsche Stelle wendet.

Eine Veranstalterin braucht zwei Dinge: eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung pro Spiel, nach Artikel 21 bis 25 des Gesetzes. Und sie braucht eine zweite Eigenschaft, die das Gesetz in Artikel 4 ausdrücklich festhält: Die Bewilligung gilt nur in der Schweiz. Eine ausländische Lizenz, gleichgültig, in welchem Land sie erteilt wurde, gilt hier nicht, weil eine Bewilligung nach Artikel 4 nur im eigenen Gebiet wirkt. Ein Anbieter mit einer Lizenz aus Curaçao, Malta, Deutschland oder einem beliebigen anderen Land führt in der Schweiz kein anerkanntes Rechtstitelstück. Er führt gar keines.
Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter von Lotterien und Sportwetten auf zwei festgesetzt, und damit ist die Liste vollständig. Swisslos mit dem Produkt Sporttip, und die Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport. Wer nach einem dritten Schweizer Anbieter sucht, sucht vergeblich; die Aufsichtsbehörde führt keine Liste weiterer Buchmacher, weil es keine weiteren gibt. Die einzige Liste, die sie in diesem Bereich veröffentlicht, ist die Sperrliste der ausländischen Domains, die von den schweizerischen Telekom-Anbietern per DNS blockiert werden, gestützt auf Artikel 86 bis 93 des Gesetzes. Die erste solche Liste datiert vom 3. September 2019 und umfasste Ende 2025 671 Domains.
Was die Bewilligung macht — und das ist mehr, als sie zu sein scheint: Sie unterwirft den Anbieter der behördlichen Ereignis- und Wettartenliste. Diese Liste, in der Fassung vom 10. September 2026, ist eine geschlossene Aufzählung. Nur Sportwetten sind überhaupt zulässig; Wetten auf das Wetter, auf politische Ereignisse oder auf Fernsehsendungen fallen nicht darunter. Qualifikationsrunden nur, wenn sie gelistet sind; Frauenwettbewerbe nur, wenn sie gelistet sind; Ranglistenwetten nur, wenn die Rangliste über die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb oder über das Podest entscheidet; Trainingsläufe niemals. Die Liste zeigt weder Eckball- noch Kartenmärkte, noch eine Esports-Rubrik. Dass Esports in der Liste nicht vorkommt, ist die einzige Aussage, die hierzu zu halten ist.
Livewetten sind erlaubt, vor dem Spiel und während des Spiels, soweit der Veranstalter eine Entscheidung hat, die sie ihm gestattet. Eine gesetzliche Beschränkung auf bestimmte Live-Märkte gibt es nicht. Der Verlauf der Australian Open im Januar ist also live spielbar, soweit das Programm des jeweiligen Veranstalters das hergibt. Cash-Out ist dagegen nicht gesetzlich geregelt. Er ist die Funktion jedes einzelnen Veranstalters, mit seinen eigenen Regeln — und das ist keine Nebenbemerkung. Bei Swisslos ist der Cash-Out-Betrag tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, er hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden; ein Cash-Out muss nicht für alle Wetten angeboten werden. Wer das für eine Ausstiegsgarantie hält, hat die Bedingungen nicht gelesen.
Ein Detail der Veranstaltungsstruktur ist für den Januar relevant und wird oft übersehen: Ein Turnier, an dem überwiegend Minderjährige teilnehmen, ist gesperrt. Das ist im Gesetz ausdrücklich so vorgesehen. Für erwachsene Profi-Turniere ist dieser Ausschlussgrund nicht einschlägig — doch die Regel zeigt, wie das System gebaut ist: Die Behörde entscheidet, was überhaupt auf einem Wettschein stehen darf.
Was das für den einzelnen Januar-Abend heisst
Die Rechtslage ist kein Vorspann, sie ist die Bedienungsanleitung des Angebots. Drei Folgen sind konkret.
Erstens: Ein Schweizer Konto setzt Wohnsitz voraus. Wer dort wohnt, wo Swisslos tätig ist, bekommt ein Konto bei Swisslos; wer in einem der sechs Westschweizer Kantone wohnt, eines bei der Loterie Romande. Das Gesetz verlangt für die Eröffnung eines Spielerkontos einen Wohnsitz in der Schweiz, und in der Praxis verlangt jeder Veranstalter zusätzlich einen Wohnsitz in seinem eigenen Tätigkeitsgebiet. Ein Zuzug von Zürich nach Genf bedeutet also nicht nur eine andere Adresse, sondern ein anderes Wettangebot.
Zweitens: Nur die bewilligten Ereignisse und Wettarten kommen auf den Wettschein. Wer auf einen Markt setzen will, den die Liste nicht kennt, hat ihn auf dem Schweizer Wettschein nicht. Und wer mit einer ausländischen Seite arbeitet, um diesen Markt zu bekommen, verlässt gleichzeitig den Schutzbereich: keine Schweizer Aufsicht, kein Sperrregister, keine Schweizer Rechtsmittel.
Drittens: Die drei und fünf Jahre, die im Strafrahmen des Gesetzes stehen, richten sich an den Veranstalter ohne Bewilligung, nicht an den Spielenden. Der Spielende wird nach der Praxis des Bundesamts für Justiz nicht bestraft. Was ihn trotzdem treffen kann, ist die Konfiskation von Einsätzen und Gewinnen in einem Verfahren gegen den Anbieter. Wer glaubt, das Risiko liege allein bei dem, der das Spiel veranstaltet, sollte in sein Wettkonto schauen und sich fragen, wem das Guthaben darauf gehört.
Der Sperrverkehr und was er nicht ist
Die Schweizer Sperrliste blockiert Domains von Anbietern ohne Bewilligung, und zwar technisch, über DNS-Sperren bei den Telekom-Anbietern. Das ist ein Werkzeug, kein Zustand, und die Aufsichtsbehörde beschreibt den Kreislauf selbst: Geblockte Domains werden innerhalb von Stunden durch neue ersetzt, ein Vorgang, für den der Fachbegriff Domain-Hopping steht. Unter den Namen, die die Aufsichtsbehörde in diesem Zusammenhang nennt, sind Interwetten und Bet-at-Home auf der einen und eine bekannte britisch-australische Adresse auf der anderen Seite. Wer also feststellt, dass eine Seite erreichbar ist, hat nichts darüber herausgefunden, ob sie legal wäre. Er hat herausgefunden, dass sie gerade nicht auf der Liste steht.
Auf der Gegenseite gibt es kein Zahlungssperrinstrument gegenüber unbewilligten Wettseiten. Wer behauptet, Schweizer Banken oder Kartennetzwerke sperrten Zahlungen an solche Anbieter, behauptet etwas, das es nicht gibt. Und das ist insofern bemerkenswert, als es die bequeme Antwort war, die man gern hören würde. Die Konstruktion ist eine andere: nicht die Zahlung wird blockiert, sondern die Domain, und nur die, die auf der Liste steht.
Der andere Teil des Sperrsystems betrifft den Spielenden: Ein Konto bei einem bewilligten Veranstalter hängt an einer verifizierten Identität, und Zürich verlangt eine Veranstalterin mit Reinertrag, der gemeinnützigen Zwecken in den Kantonen zugeführt wird — für 2025 verteilte Swisslos CHF 562 Mio. Reingewinn, davon CHF 506 Mio. an die kantonalen Fonds und CHF 56 Mio. an die Stiftung Sportförderung Schweiz für Swiss Olympic, Fussball, Eishockey und Sporthilfe; aus den Sportwetten stammten CHF 109 Mio., nach CHF 122 Mio. im Vorjahr. Über diese Zahl kann man streiten, über ihre Bedeutung nicht: Das Geld, das aus den Wetten kommt, geht an das Sportwesen zurück. Bei einem Anbieter ohne Bewilligung geht es dorthin, wo der Anbieter seinen Sitz hat, mit einer Ausnahme von Schweizer Gemeinwesen vollständig.
Abgrenzung gegen die ausländischen Anbieter
Wer den Vergleich bis hierher gelesen hat, hat vielleicht den Eindruck, die Sache sei eine Frage der Rechtstreue. Sie ist vor allem eine Frage der Erwartung, die ein Leser an seine eigene Handlung legt.
Bei einem bewilligten Veranstalter weiss der Spielende, welche Ereignisse angeboten werden dürfen, wie mit dem Ausgang problematischer Wetten umgegangen wird, dass ein Cash-Out nach geschlossener Wette nicht anfechtbar ist, dass Winnings nur auf ein Konto im eigenen Namen ausgezahlt werden und dass es eine Aufsichtsbehörde gibt. Bei einem Anbieter ohne Bewilligung gibt es keine dieser Eigenschaften, aber oft ein grösseres Angebot und ein aggressiveres Werbebild — weil es die Kontrolle nicht gibt, die es einschränken würde. Das ist kein Zufall, sondern eine Konstruktion. Die Antwort kann manche Leser trotzdem reizen. Wer sie wählt, sollte die Bedingungen selbst lesen; wer sie nicht liest, hat ausser der Werbung nichts.
Der andere Punkt betrifft die Steuer und ist nicht bei jedem Anbieter gleich. Ausländische Winnings unterliegen nicht der Verrechnungssteuer, aber die kantonale Praxis kann sie anders behandeln als Schweizer Gewinne. Dazu unten mehr; der eine Teil, der hier gehört, ist der: Dieser Unterschied folgt aus dem Wohnkanton, nicht aus der Plattform.
Spielerschutz: Limits, Sperren und die nüchterne Wirklichkeit
Sportwetten sind in der Schweiz für Personen ab 18 Jahren zugänglich, und Minderjährige sind online nicht zugelassen. Ein Spielerkonto pro Person mit verifizierter Identität ist der Regelfall. Wer als Wettkämpfer an einem Ereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten — ein Satz, der in der Praxis selten zum Tragen kommt, in der Theorie aber zeigt, dass der Gesetzgeber an die Unparteilichkeit dachte, nicht nur an das Geld.
Die Verlustlimiten setzt der Spielende selbst, nicht der Staat. Es gibt in der Schweiz keine gesetzlich feste Einzahlungslimite. Was es gibt, ist die Pflicht des Veranstalters, vom Spielenden einen oder mehrere Höchstwerte für Tages-, Wochen- oder Monatseinsätze und -verluste zu verlangen. Eine Senkung wirkt sofort, eine Erhöhung nach Gesetz nach 24 Stunden. Swisslos und die Loterie Romande wenden in ihren eigenen Bedingungen 72 Stunden an. Wer also in der Nacht auf ein Melbourne-Match in einem schwachen Moment die Limite hochsetzt, findet sie am nächsten Abend noch auf dem alten Wert. Diese Verzögerung ist kein Ärgernis, sie ist der Mechanismus.
Bei Sporttip beginnt die Teilnahme mit diesen Einstellungen. Vor der ersten Teilnahme müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen, mit einer Oberlimite von CHF 9'999 und CHF 1'000 für Personen unter 21 Jahren. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich. Auch hier gilt: Eine Senkung wirkt sofort, eine Erhöhung nach 72 Stunden. Wer unter 21 ist, hat also faktisch eine strengere Limite als der Rest, und das ist eine bewusste Konstruktion, keine Kundenunfreundlichkeit.
Was die Sperre betrifft. Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Das ist die einfachste Selbstsperre im Feld: kurz, unbürokratisch und ohne Ausstieg aus der eigenen Entscheidung. Eine unbefristete Spielsperre wird dagegen in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Als gesetzlicher Rahmen dahinter steht: Eine freiwillige Sperre kann nach Ablauf von drei Monaten aufgehoben werden, unter Beteiligung einer Fachstelle. Die kürzere Frist von bis zu sechs Monaten für eine selbst gewählte Pause ist in der Verordnung ebenfalls vorgesehen.
Eine Person, die gesperrt ist, hat keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne. Das gilt auch für Minderjährige. Wer nach einer Sperre glaubt, noch Geld vom Anbieter zu bekommen, weil er ja brav gesperrt war, irrt.
Warum bei einem Testkauf fast jedes zweite Geschäft durchfiel
Die Aufsichtsbehörde führte 2025 Testkäufe durch. An Verkaufsstellen wurde in 47,5 % von 200 Fällen eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft. Diese Zahl gehört auf die Seite, so wie sie ist, ohne Beschönigung und ohne Dramatisierung. Sie betrifft Verkaufsstellen, nicht das Onlineangebot, und der Unterschied ist erheblich: Am Schalter entscheidet ein Mensch in einem Laden, online entscheidet ein Konto mit verifizierter Identität. Trotzdem ist die Zahl die klarste Antwort auf die Frage, wie es um die Kontrolle am Point of Sale steht.
Wer diese 47,5 % liest und daraus schliesst, der Schalter sei sicherer als das Internet, schliesst falsch. Er schliesst von einer Stichprobe mit 200 Fällen auf etwas, das sie nicht hergibt: einen Vergleich zweier Vertriebswege. Halten lässt sich, dass die Kontrolle am Verkaufspunkt Lücken hat. Mehr nicht. Weniger auch nicht — und gerade deshalb ist es die Zahl, die in einem Artikel zum Spielerschutz stehen muss.
Die Zahlen zum Schutz an sich stehen dagegen ausser Streit: Online braucht es ein verifiziertes Konto, es gibt ein einziges pro Person, und die Aufsichtsbehörde kann Regeln durchsetzen, die an Verkaufsstellen von einem Personal eigenverantwortlich umgesetzt werden müssen. Wo Spielende eine Sperre für eine Dauer von 1 bis 180 Tagen verfügen können, ist der Weg zur Pause kurz. Wer ihn noch nie benutzt hat und im Januar an einem Match hängt, hat keinen Grund, das als Übervorsicht zu lesen.
Die Kehrseite der Zeitverschiebung
Ein Januar-Turnier in Melbourne bringt eine Eigenheit mit, die beim Fussball fehlt: Viele Partien beginnen für einen Betrachter in der Schweiz am frühen Nachmittag, andere am späten Abend, und einige laufen in der Nacht. Der Griff zum Spielerkonto kommt also zu einer anderen Tageszeit als sonst, und das verändert, was ein Limitenwerkzeug bewirkt. Ein Tagesverlustmaximum beschränkt den Verlust innerhalb eines Tages — ein schlafloser Leser merkt davon weniger, wenn er nicht am Stück spielt, sondern über viele kleine Sitzungen verteilt.
Das ist kein Argument gegen das Limitensystem, sondern eine Einladung zur Umstellung: Wer im Januar mehr als sonst spielt, sollte lieber die 30-Tage-Limite in den Blick nehmen als das Tagesmaximum. Die Mechanik ist dieselbe wie im Juli. Die Mechanik des eigenen Tagesrhythmus ist es nicht.
Wettarten und Quoten: Was wirklich auf dem Schein steht
Die Regel, wie ein Gewinn berechnet wird, ist kurz und für alle gültigen Sporttip-Wetten gleich: Einsatz mal Quote, bei Kombinationen mal Gesamtquote, dem Produkt der einzelnen Quoten. Der Betrag wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf fünf Rappen genau abgerundet. Das ist die Rechenregel, und an ihr hängt das, was ein Leser beim Verfolgen eines Spiels im Kopf überschlägt: Bei einer Quote von 2.10 und einem Einsatz von CHF 50 liegt der Rückfluss bei CHF 105,00, der Nettogewinn bei CHF 55,00. Wichtig ist die zweite Zahl, nicht die erste. Wer den Einsatz gewinnt, hat nichts gewonnen, und in einem Kombischein mit einem grossen Gesamtquotienten ist der Unterschied zwischen Rückfluss und Gewinn besonders deutlich.
Für Kombinationen ist das eine dramatischere Sache als für Einzelwetten. Das Produkt der Einzelquoten kann hoch werden, aber es multipliziert auch die Wirkung jedes Fehlers. Und es gibt eine Regel, die dabei oft vergessen wird: Bei Sporttip werden voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung nur über die Bet-Builder-Funktion kombiniert. Nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann die ganze Kombinationswette für ungültig erklärt und der Einsatz zurückerstattet werden. Der Steuermann eines Kombischeins entscheidet also nicht nur über die Quoten, sondern auch über die Kombinierbarkeit seiner Bestandteile.
Die drei Märkte, die auf einem Melbourne-Schein stehen
Drei Wetten dominieren bei einem Tennisturnier, und sie verhalten sich unterschiedlich.
Die Wette auf den Spielsieger ist der einfachste Markt: Wer gewinnt die Partie, unabhängig davon, in welchem Satz und mit welchem Satzergebnis. In diesem Markt sind die Quoten der Anbieter am ehesten vergleichbar, weil beide dieselben zwei Namen setzen. Die zweite Wette bezieht sich auf das Satzergebnis — ob eine Partie in zwei, drei, vier oder fünf Sätzen entschieden wird. Sie hängt am Modus, und der ist bei den Geschlechtern unterschiedlich: Bei den Herren stehen maximal fünf Sätze und minimal drei, bei den Damen maximal drei und minimal zwei. Die dritte Wette bezieht sich auf die Gesamtzahl der Spiele im Match, eine Wette, die ausserhalb der Tiebreak-Regeln nicht selten ist; sie richtet sich nicht am Ergebnis aus, sondern an der Grösse und Langatmigkeit der Partie.
Für alle drei gilt dasselbe Prinzip: In jeder Quote steckt eine Marge, und die Marge ist der Anteil des Einsatzes, den der Markt insgesamt nicht wieder auszahlt. Wie gross dieser Anteil ist, lässt sich beziffern, und zwar aus den Quoten selbst. Wer die drei Märkte unterscheidet, tut gut daran, den Unterschied nicht für einen Unterschied der Auszahlungsbereitschaft der Anbieter zu halten. Es ist ein Unterschied der Marktstruktur: Ein Markt mit zwei Ausgängen hat eine tiefere Marge als einer mit vielen, weil der Anbieter das Risiko über weniger Positionen verteilt.
Was die Marge an einem Beispiel kostet
Nehmen wir einen illustrativen Markt mit zwei Ausgängen und gleichen Quoten von 1.90 auf jeder Seite — ein Beispiel, keine gestellte Preisangabe. Für einen solchen Markt rechnet man den Auszahlungsanteil als 1 geteilt durch (1/1,90 + 1/1,90). Das ergibt einen Auszahlungsanteil von etwa 95 % und eine Marge von etwa 5 %, unter der Annahme, dass nur diese beiden Ausgänge bespielt werden. Als Band gesprochen heisst das: Liegt die Auszahlung eines Marktes bei rund 95 %, behält der Anbieter im Durchschnitt etwa fünf Rappen von jedem Franken, der in diesem Markt platziert wird, und das ist der Preis der Wette selbst — unabhängig davon, wie sie ausgeht.
Das ist kein Skandal und keine versteckte Gebühr, sondern die Art, wie die Quoten gesetzt sind; sie gehört zur Wette so wie der Preis zu jedem Geschäft. Sie wird nur selten genannt. Die ehrliche Zahl für den Spieler ist nicht die Quote auf dem Wettschein, sondern der Anteil, den ein Markt zurückzahlt. Bei einem fairen Markt wären es 100 %; bei rund 95 % geht die Differenz an den Anbieter. Wer einen dritten Ausgang zu der Rechnung hinzunimmt, merkt, wie empfindlich sie auf die Zahl der Ausgänge reagiert: Je mehr Positionen der Anbieter absichert, desto kleiner wird der einzelne Anteil, und desto schwieriger wird es, den Preis über die Ausgänge hinweg zu vergleichen. Wer mehrere Märkte auf einem Schein kombiniert, multipliziert die Margen nicht einfach, sondern summiert ihre Wirkung über die Zahl der beteiligten Positionen. Die Quote ist der sichtbare Teil. Der unsichtbare ist der Anteil, den sie nicht zurückzahlt.
Und noch eines zu dem «es ist ein Beispiel»: Die Rechnung sagt nicht, welcher Veranstalter günstiger ist. Sie sagt, was der Markt in seiner inneren Struktur kostet. Wo ein Anbieter seine Quoten so setzt, dass dieselbe Marge bleibt, ändert sich an der Rechnung nichts; bei 1.90 auf beiden Seiten bleibt es bei dieser Struktur. Das ist der Punkt, an dem Quotenvergleiche in der Werbung gerne aufhören.
Sonderfälle, die den Ausgang verändern
Ein Tennismatch ist kein Fussballspiel, und zwei Regeln des Reglements sind im Januar unmittelbar zu spüren.
Erstens die Livewetten. Für Sporttip-Livewetten gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00. Und in spielentscheidenden Situationen — Elfmeter, Rote Karte, Videoschiedsrichter-Entscheid — kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Das heisst, ein technisch nicht mehr faires Livewettangebot kann im Ergebnis zu einem Rückfluss von 1.00 führen. Nicht jede Livewette ist damit eine gestellte Livewette. Wer sie trotzdem platziert, spielt mit dem Netz, das der Anbieter ihm gestattet.
Für ein Tennismatch ist das im Kern die Frage, wann ein Punkt gespielt ist. Wer eine Livewette auf den nächsten Punkt oder den Satzgewinn abschliesst, braucht eine Übertragung, die den aktuellen Zwischenstand zeigt. Wer nur auf das Endergebnis eines Satzes setzt, kann sich mit dem Zwischenstand verrechnen. Der Anbieter tut es nicht.
Zweitens der Match-Tiebreak. Im Entscheidungssatz wird bis 10 Punkte mit zwei Punkten Vorsprung gespielt. Die Folge für Teilmärkte: Ein Satz kann am Ende länger als ein gewöhnlicher Tiebreak werden, ohne dass das Ergebniszwischenspiel die Satzdefinition ändert. Wer auf ein 2:0 oder 3:0 des Ausgangsatzes wettet, hat es deshalb leichter zu überschauen als wer auf die Anzahl der Spiele wettet. Wer auf ein 2:1 oder 3:2 setzt, muss den möglichen Match-Tiebreak schätzen, der die Spielzahl eines Satzes dehnt.
Diese beiden Regeln sind der Grund, warum eine Australian-Open-Wette auf den Satzausgang nicht einfach das Ergebnis einer Quote in einen Gewinn verwandelt. Sie bestimmen das, was in der Praxis immer schwer zu bedenken ist — die Distanz zwischen einem Markt und einem Wettschein, den man in der Hand hält.
Quotenboosts, Kombiboost und die Nebenbedingungen
Die Quotenboosts bei Sporttip gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage. Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert. Bei einem Cash-Out verfällt der Boost.
Der Kombiboost gilt nur online, für Prematch, Live und Systemwetten, und verlangt mindestens vier Voraussagen mit je mindestens 1.50 Quote. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn solchen Voraussagen. Einsatz und Gewinnerhöhung sind auch hier limitiert. Wer das als «bis zu 100 %» liest, liest richtig, aber nicht vollständig: Die 100 % gibt es erst bei fünfzehn Voraussagen mit je mindestens 1.50 Quote. Eine Kombination aus fünfzehn solchen Voraussagen ist ihre eigene Erfolgsbedingung.
Das ist die Stelle, an der der Januar ein besonderes Risiko birgt. Ein Kombiboost verleitet dazu, den Schein zu verlängern, um die nächste Stufe zu erreichen. Für ein Tennisturnier mit über hundert Namen ist das rechnerisch leicht. Nur sind die zusätzlichen Positionen nicht kostenlos: Sie erhöhen die Chancen, dass eine davon nicht hält. Der Boost ist also nicht «mehr Geld für dieselbe Wette». Er ist mehr Bedingung für mehr Quote. Wer ihn einsetzt, sollte das bedenken, bevor er die vierte Voraussage hinzufügt, um die 5 %-Stufe zu erreichen. Die Differenz zwischen 5 % und 20 % lockt; sie kostet vor allem eines: eine weitere feste Bedingung.
Sportart und Turnier: Der Rahmen, in dem diese Wetten stattfinden
Ein Grand-Slam-Turnier ist nicht nur eine Sportveranstaltung, sondern ein Kalendereintrag mit Folgen für den Wettschein. Ausgetragen wird auf Hartplatz im Melbourne Park in Melbourne, Australien. Der Belag war bis 2007 Rebound Ace, von 2008 bis 2019 Plexicushion und ist seit 2020 GreenSet. Der Belag hat eine tennisgeschichtliche Begründung: Er beeinflusst die Ballgeschwindigkeit und damit die Art des Spiels, das dort stattfindet. Für die Quoten bedeutet das, dass ein Spieler, dessen Stil auf langsamem Sand funktioniert, in Melbourne andere Zahlen bekommt als bei den French Open. Der Athlet ist derselbe, der Markt ist ein anderer.
Die Australian Open sind damit kein isoliertes Ereignis, sondern einer der vier Grand-Slams: Es ist ein Ereignis, das einmal im Jahr stattfindet, jedes Jahr, mit denselben Grundsätzen und Regeln. Die Ausgabe 2026 ist gespielt, die Ausgabe 2027 terminiert, und auf die richtet sich jede Wette, die jetzt abgeschlossen wird. Wer auf die Australian Open setzt, setzt auf ein Ereignis, das in einem Jahr stattfindet, das ein anderes ist, als das, in dem er es gelesen hat.
Für die Schweizer Veranstalter hat das eine praktische Seite, die zur Rechtslage passt: Die behördliche Liste der zugelassenen Wettarten und Ereignisse ist nicht gleichzusetzen mit dem, was technisch angeboten werden kann. Ob eine bestimmte Partie oder ein bestimmter Markt angeboten wird, steht im jeweiligen Wettprogramm. Der Spielplan über zwei Wochen in Melbourne von der ersten Runde bis zu den Finals entscheidet darüber, wann Wetten auf einzelne Partien möglich sind. Das ist eine Selbstverständlichkeit, aber sie ist der Grund, warum sich ein Januar-Spielplan und ein Januar-Wettangebot nicht über die ganze Turnierdauer decken müssen.
Für die Ausgabe 2027 ist das noch nicht entschieden — die Auslosung ist Teil des Turnierablaufs, nicht des Kalendereintrags. Die Daten für 2027 stehen fest; alles andere liegt vor dem Turnier. Für die Ausgabe 2026 sind die Ergebnisse dagegen fest: Carlos Alcaraz hat im Herreneinzel gewonnen, Jelena Rybakina im Dameneinzel. Wer im Januar 2027 aufsetzt, setzt auf ein anderes Ergebnis, aber auf dieselben Grundsätze.
Was der Kalender für den Spieler bedeutet
Zwei Wochen lang wird an jedem Turniertag gespielt, mit Ausnahme des einen oder anderen Ruhetags. Wer auf ein einzelnes Match setzen will, findet den Markt mit dem betreffenden Termin. Wer auf ein Ergebnis über das ganze Turnier setzt, findet einen Markt, der über die ganze Zeit offenbleibt. Das ist der Rahmen; er ändert sich, sobald eine Partie zu Ende geht.
Der wesentliche Punkt der Kalenderlogik ist der, dass sich der Charakter des Angebots über die Wochen verändert. In der ersten Runde gibt es viele Partien mit oft unbekannten Namen und damit viele Märkte, deren Quoten die Setzung des Anbieters spiegeln. Im Halbfinale und Finale gibt es wenige Partien mit bekannten Namen und damit wenige Märkte, deren Quoten die Setzung des Anbieters ebenfalls spiegeln, nur mit höherer Präzision, was die Quoten im Vergleich zur ersten Woche präziser macht. Die Wirkung für den Wettschein: das Angebot ist in der ersten Woche grösser und in der zweiten Woche tiefer. Wer zum Finale einsteigt, findet den grössten Bekanntheitsgrad und die kleinste Auswahl.
Verändert sich der Kalender, verändert sich für die Plattform der Aufwand: Ein einzelnes Match lässt sich einfacher steuern als ein Tag mit vierzig Begegnungen. Wer auf ein Randereignis der zweiten Runde setzt, sollte das weniger als ein seltenes Angebot, sondern mehr als eines verstehen, das jeder leisten kann, solange die Partie im Programm steht.
Die zehn Anbieter im Einzelnen
Zur Reihenfolge: die beiden bewilligten Veranstalter zuerst, dann die acht ausländischen Plattformen. Bei den beiden ersten ist jede Angabe durch eine Bewilligung gedeckt und in ihren Bedingungen nachlesbar. Bei den acht ausländischen ist keine durch eine Schweizer Bewilligung gedeckt — und das ist die Aussage, die hinter jeder Beurteilung steht, die sie betrifft.
Swisslos Sporttip: der einzige Veranstalter mit Einzahlungslimite und Landesfonds
Die Swisslos Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 und läuft unter dem Namen Sporttip. Die Bewilligung ist eine Veranstalter- und Spielbewilligung für ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz, in Kraft seit dem 1. Januar 2019, unter Aufsicht der Gespa.
Ihr Vertragsgebiet ist der grösste Teil der Deutschschweiz: die Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH, dazu der Kanton Tessin und das Fürstentum Liechtenstein. Es ist das Gebiet, in dem Sporttip durchgeführt wird; wer dort wohnt, kommt an ein Konto, wer ausserhalb wohnt, nicht. Für die Online-Registrierung werden mindestens 18 Jahre verlangt, ein Wohnsitz oder gewöhnlicher Aufenthalt im Vertragsgebiet, es darf keine Spielsperre bestehen und jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft.
Bei den Limiten ist der Veranstalter der strengste in diesem Feld, weil er über die gesetzlich geforderten Vorgaben hinaus in seinen Bedingungen eigene Werte setzt: Vor der ersten Teilnahme müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen, mit einer Oberlimite von CHF 9'999, unter 21 Jahren CHF 1'000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich.
Bei den Einsätzen gilt: Für Einzel- und Kombinationswetten liegt der Mindesteinsatz bei CHF 1, der Höchsteinsatz bei CHF 1'000. Für eine Systemwette liegt der Höchsteinsatz bei CHF 10'000. Swisslos kann diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Wichtig ist die praktische Folge: Wer CHF 2'000 auf ein Finalmatch setzen will, kann das nicht mit einer Einzelwette tun. Die Limite ist keine Empfehlung, sie ist eine Sperre.
Die Sperrfunktion ist die flexibelste im Feld: Der Zugang lässt sich produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein.
Zu den Mehrwerten gehört der Kombiboost, der ab vier Voraussagen mit je mindestens 1.50 Quote greift und 5, 20, 40 oder 100 % auf den Nettogewinn bringt, je nach Anzahl solcher Voraussagen, limitiert in Einsatz und Gewinnerhöhung. Dazu die Quoten- und Profitboosts, die nur online für Prematch-Einzelwetten gelten und pro Wettenden nur einmal nutzbar sind; bei einem Cash-Out verfällt der Boost.
Cash-Out gibt es für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden. Eine Garantie für jeden Markt besteht nicht.
Fazit. Sporttip ist die einzige Plattform in diesem Vergleich, die freiwillig eine Einzahlungslimite über die gesetzliche Vorgabe hinaus anbietet, und wer diese nutzt, hat eine Wette weniger, die er in der Nacht auf ein Melbourne-Match bereuen kann. Dass er gleichzeitig die niedrigste Einzelwettlimite im Feld führt, ist derselbe Fingerabdruck: Hier wird nicht mit dem grossen Schein gelockt, sondern mit der Kontrolle geworben. Für einen Spieler, der seine Limite regelmässig nutzt, ist das ein Vorteil. Für einen, der mit vierstelligen Einzelwetten arbeitet, ist es das Ausschlusskriterium — und er findet bei einem bewilligten Anbieter keine Alternative.
Loterie Romande Jouez Sport: dasselbe Recht, anderes Vertragsgebiet
Die Loterie Romande, Société de la Loterie de la Suisse Romande, veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Als Kontaktadresse nennt sie Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne; sie zählt 2'350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende. Die Bewilligungslage ist dieselbe wie bei Swisslos: eine Veranstalter- und Spielbewilligung für ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz unter Aufsicht der Gespa.
Das ist der Punkt, an dem die beiden Schweizer Veranstalter unterschiedliche Leser ansprechen. Beide sind rechtlich gleichgestellt, beide unterstehen derselben Aufsicht, beide halten dieselbe behördliche Ereignis- und Wettartenliste ein. Unterschieden werden sie durch ihr Vertragsgebiet. Ein Spieler in Freiburg hat Zugang zu Jouez Sport und nicht zu Sporttip; ein Spieler in Bern hat Zugang zu Sporttip und nicht zu Jouez Sport. Die beiden sind also keine konkurrierenden Plattformen im üblichen Sinn. Sie sind das Angebot in zwei Gebieten.
Wer hier vergleichen will, kann das nicht in einem Preisvergleich tun, weil die beiden keine gemeinsame Kundschaft haben. Was bleiben kann, ist die Frage nach der Infrastruktur: 2'350 Verkaufsstellen in der Westschweiz sind eine Vertriebsstärke, die Swisslos in ihrer Zahl nicht in jedem Kanton erreicht. Wer eine Wette bar an einem Schalter abgeben will, findet in der Westschweiz eine entsprechend dichte Abdeckung. Wer online spielt, merkt von der Verkaufsstellenzahl nichts. Die Zahl der Verkaufsstellen sagt also etwas über den Zugang zur Wette, nicht über die Wette.
Bei den Limiten verweist die Loterie Romande auf ihre eigenen Bedingungen; die gesetzliche Vorgabe verlangt die Setzung von Höchstwerten für Tages-, Wochen- oder Monatseinsätze und -verluste, und die Erhöhung wird nach 72 Stunden wirksam, wie bei Swisslos. Was das im Einzelnen bedeutet, steht in den Teilnahmebedingungen des Veranstalters, und dort sollte es auch gelesen werden, statt es von einer Plattform auf die andere zu übertragen.
Fazit. Wenn die Westschweizer Konstruktion einen Vorteil hat, dann diesen: 2'350 Verkaufsstellen und eine gleichwertige Aufsicht unter demselben Gesetz wie Swisslos. Der Nachteil ist die Gebietsgrenze, und sie ist keine Formalität. Wer in Freiburg ein Konto bei Sporttip sucht oder in Bern eines bei Jouez Sport, sucht etwas, das die beiden Veranstalter nicht anbieten dürfen, weil sie in ihren Tätigkeitsgebieten begrenzt sind. Das ist der Kern: Die beiden bewilligten Angebote sind nicht Konkurrenten. Sie sind die beiden Hälften eines Landes.
Rainbet: ein Angebot ohne Schweizer Rechtsgrundlage
Rainbet ist eine Plattform ohne Schweizer Bewilligung. Nach Schweizer Recht ist das kein Graubereich: Nur Swisslos und die Loterie Romande dürfen Sportwetten veranstalten. Was Rainbet an Bewilligung meldet, ist nicht festgestellt, und ein solcher Titel hat nach Artikel 4 des Geldspielgesetzes in der Schweiz keine Geltung, weil jede Bewilligung hier nur im Gebiet der Schweiz gilt.
Für den Leser bedeutet das konkret, dass er sich bei Rainbet ausserhalb des schweizerischen Schutzbereichs bewegt: keine Anbindung an das Schweizer Sperrregister, keine Schweizer Rechtsmittel, keine Aufsicht, an die man sich bei Streit wenden könnte. Dazu die Schweizer Reaktion auf ausländische Domains. Eine Domain kann auf die Sperrliste der Gespa gesetzt und per DNS von den Schweizer Telekom-Anbietern blockiert werden. Ob eine solche Blockade auf diese Plattform anwendbar ist, ändert an der Bewertung nichts: Das Fehlen einer Schweizer Bewilligung ist der Befund, nicht die erreichbare Domain.
Ein Leser, der Rainbet trotzdem prüft, sollte zwei Dinge vor dem ersten Einsatz in Erfahrung bringen: welche konkrete Bewilligung das Unternehmen für sich beansprucht und aus welchem Land, und welches Recht auf Streitigkeiten Anwendung findet. Ein Angebot ohne diese Klarheit ist nicht deshalb riskant, weil es im Ausland sitzt, sondern weil es im Ausland sitzt und nichts vorlegt, was den Weg zu ihm rechtlich ebnet.
Fazit. Bei Rainbet ist der Vergleich kein Preisvergleich, denn ein Preis lässt sich hier nicht mehr nachprüfen, wenn die Partie vorbei ist. Was hier tatsächlich auf dem Spiel steht, ist die Nachprüfbarkeit: wer bei einer ausgefallenen Wette, einer stornierten Quote oder einer blockierten Auszahlung an wen gelangen kann. Wer das für ein theoretisches Risiko hält, spiele es im Kopf durch — mit einer Einzelwette auf ein Erst-Runden-Match, die aus einem Grund storniert wird, den niemand nennt.
BassBet: eine Adresse ohne Schweizer Handhabe
Dasselbe Bild wie bei Rainbet: keine Schweizer Bewilligung, keine festgestellte anderweitige Bewilligung mit Wirkung in der Schweiz, keine Anbindung an das Sperrregister, keine Schweizer Rechtsmittel. Die Möglichkeit der DNS-Sperre besteht auch hier.
Und doch ist die Bewertung nicht die Identität ihres Bewilligungsstatus. Ein Leser, der eine ausländische Plattform aufruft und dort ein grosses Angebot, eine grosse Werbefläche und einen attraktiv gedruckten Betrag findet, sollte für sich die entscheidende Frage anders stellen: Die Frage lautet nicht «Ist dieses Angebot gut?», sondern «Wenn dieses Angebot sich als schlecht erweist, an wen wende ich mich?». Wenn die Antwort keine Adresse hat, ist die Wette selbst etwas anderes.
Für einen Spieler, der ohnehin nur auf wenige grosse Partien im Jahr setzt und Wert auf ein eingespieltes Konto legt, ist das ein deutlicher Nachteil gegenüber einem Schweizer Konto mit Einzahlungslimite und verifizierter Identität. Für einen Spieler, der ein Konto bei einer ausländischen Plattform führt, weil er dort ein Programm findet, das die Schweizer Liste nicht kennt, ist das Risiko bewusst und begründet. Wer es bewusst trägt, soll es tragen — aber nur, wenn er es kennt.
Fazit. BassBet ist im Kern ein Testfall für die eigene Erwartung: Rechne ich damit, dass eine Streitigkeit nach den Regeln eines Landes entschieden wird, das ich nicht kenne, und in einer Sprache, die ich vielleicht nicht lese? Wer diese Frage mit Ja beantwortet, hat eine informierte Entscheidung getroffen. Wer sie mit Nein beantwortet und trotzdem spielt, hat das nicht.
DirectionBet: das Angebot und der fehlende Rückweg
Auch DirectionBet fällt in dieselbe Kategorie: keine Schweizer Bewilligung, keine festgestellte ausländische Bewilligung mit Wirkung in der Schweiz, keine Anbindung an das Sperrregister, keine Schweizer Rechtsmittel. Die Gespa kann Domains dieser Plattform auf die Sperrliste setzen, mit der DNS-Blockade als Folge.
Der Unterschied zwischen dieser Kategorie und der der beiden Veranstalter ist so einfach, dass er in der Diskussion oft verschwindet: Bei einem Schweizer Anbieter ist der Weg der Wette von der Annahme bis zur Auszahlung von Regeln begleitet, die von einer Behörde kontrolliert werden. Bei einer Plattform ohne Bewilligung ist er es nicht. Wer ein Konto bei einem Veranstalter der zweiten Kategorie bespielt, hat den Weg als Ganzes nur auf der Grundlage einer Allgemeinen Geschäftsbedingung, deren Gerichtsstand ihm meist unbekannt ist.
Das heisst nicht, dass ausländische Anbieter schlecht absichtlich handeln. Es heisst, dass eine Schweizer Gerichtsbarkeit bei einem Streit mit diesem Betreiber nicht der Standardweg ist. Für einen Teilnehmer, der ein Konto im Ausland öffnet, ist das eine Vorentscheidung, die er mit dem Klick auf die Registrierung trifft.
Fazit. Bei DirectionBet liegt der eigentliche Entscheid vor der Einzahlung, nicht danach. Wer die Registrierungsmaske trotz allem ausfüllt, sollte sich vorher die AGB vornehmen, wenigstens die Passagen zu Auszahlungsfristen und Streitbeilegung. Zwei Minuten vor dem Konto sparen später einen Briefwechsel.
Betovo: ein Konto ohne Schweizer Netz
Betovo trägt keine Schweizer Bewilligung, und auch hier ist die Meldung zu einer anderweitigen Bewilligung nicht festgestellt. Es gilt das Gleiche wie für die drei Anbieter zuvor: keine Anbindung an das Sperrregister, kein Schweizer Rechtsmittel, keine Aufsicht. Die DNS-Blockade über die Sperrliste ist als Möglichkeit vorhanden.
Das ist inzwischen die vierte Wiederholung desselben Satzes, und das ist selbst ein Befund. Acht von zehn Anbietern in dieser Liste stehen aus demselben Grund zusammen da. Wer einen Vergleich nach Bewilligungsstatus anstellt, hat also in Wahrheit einen Vergleich von zwei gegen acht, und die acht sind untereinander nicht zu unterscheiden, weil sie alle denselben Mangel tragen. Der Vergleich, der etwas bringt, ist jener zwischen den beiden Veranstaltern; der Rest ist eine Entscheidung für oder gegen den Schweizer Schutzbereich mit allen Konsequenzen.
Für Betovo selbst heisst das, dass der einzige wirklich belastbare Vergleichspunkt der ist, den kein Test liefern kann: wie das Unternehmen auf eine Auszahlung reagiert, wenn sie einmal nicht der Routineweg ist. Bei einem Schweizer Konto ist dieser Weg geregelt. Bei einem ausländischen Konto ist er der Weg, den das Unternehmen selbst festschreibt.
Fazit. Wer Betovo als reine Vergleichszeile in einer Liste sieht, hat den Kern schon getroffen: Diese Zeile kann von keinem Test bestätigt werden, weil die entscheidenden Vorgänge — Auszahlung, Storno, Streit — nicht testbar sind. Was bleibt, ist die Bereitschaft, mit dieser Unsicherheit zu leben.
Rollbit: die Grenze zwischen Reiz und Rechtslage
Rollbit steht ebenfalls ohne Schweizer Bewilligung da; eine andere Bewilligung mit Wirkung in der Schweiz ist nicht festgestellt. Anbindung an das Sperrregister, Schweizer Rechtsmittel, Aufsicht: keine. Die Sperrliste kann diese Domains erfassen.
Die kritische Frage ist hier dieselbe wie überall in dieser Gruppe, nur stellt sie sich schärfer: Ein grosses Programm kann verführerisch sein, aber es sagt nichts darüber aus, ob die Auszahlung eines Gewinns an eine Schweizer Adresse in angemessener Zeit erfolgt. Wer es dennoch prüfen will, findet in der Praxis den Aufschluss in den eigenen Schritten: einen kleinen Erstbetrag auf ein Konto, eine kleine Auszahlung und die Beobachtung, wie die Frist läuft. Das ist eine risikoarme Prüfung der Abläufe — aber nur eine Prüfung der Abläufe, kein Beleg für die Behandlung grosser Beträge, und keine Antwort auf die Frage, wohin das Kapital nach einer Insolvenz wandert.
Und genau das ist der Punkt: Bei einem Schweizer Anbieter ist der Schutz nicht bedingt. Er ist eine Auflage, die der Gesetzgeber dem Anbieter macht. Wer das nicht als Vorteil sieht, sieht es nicht als Nachteil; wer es wertschätzt, wird verstehen, warum dieser Text bei einer Plattform ohne Bewilligung nicht zu einer Empfehlung wird.
Fazit. Bei Rollbit geht es um die Frage, was ein grosses Programm über die Auszahlung aussagt. Die kurze Antwort: nichts. Eine Wette ist erst dann gut gelaufen, wenn das Geld angekommen ist, und dafür existiert ohne Schweizer Bewilligung keine Schweizer Stelle, die nachhakt.
Sportuna: ein Programm ohne Schweizer Kontrolle
Auch Sportuna gehört zu den Anbietern ohne Schweizer Bewilligung, ohne festgestellte Bewilligung mit Wirkung in der Schweiz und ohne Anbindung an das Sperrregister. Keine Schweizer Rechtsmittel. Die DNS-Blockade ist eine Möglichkeit, die diese Gruppe trifft.
Die Verwechslung, die hier am häufigsten passiert, ist die von Angebot und Zulässigkeit. Ein grosses Wettangebot auf ein Turnier sagt nichts darüber aus, ob es zulässig ist, und ein zulässiges Angebot ist nicht klein. Das Schweizer System baut auf der Annahme, dass die Zulassung das Angebot begrenzt und dass die Begrenzung des Angebots der Preis für den Schutz des Spielenden ist. Diese Konstruktion findet man gut oder nicht. Man findet sie nicht weg.
Für einen Schweizer Leser, der im Januar eine Wette abschliessen will, ist Sportuna eine Option unter acht ausländischen, und die Wahl zwischen ihnen ist vor allem eine Wahl zwischen verschiedenen Graden des Unbekannten. Wo keine Schweizer Bewilligung greift, bleibt jede Prüfung Stichprobe.
Fazit. Sportuna lässt sich in einer Zeile abhandeln, und diese Zeile ist der fehlende Anknüpfungspunkt an Schweizer Recht. Was danach kommt — ein Bonus, den dieser Text nicht wiedergibt, eine Auszahlungsart, die diese Seite nicht prüft — ist Sache des Anbieters und des Lesers, nicht Sache einer Bewertung.
Cloudbet: Konsequenzen einer ausländischen Plattform
Cloudbet ist ebenfalls ohne Schweizer Bewilligung; eine andere Bewilligung mit Wirkung in der Schweiz ist nicht festgestellt. Es gilt die bekannte Aufzählung: keine Anbindung an das Sperrregister, keine Schweizer Rechtsmittel, kein Schweizer Aufsichtszugriff, mögliche Aufnahme in die Sperrliste mit DNS-Blockade.
Die interessantere Frage bei diesem Anbieter ist die nach der Steuer, und sie ist bei jedem ausländischen Anbieter dieselbe. Ausländische Wettgewinne unterliegen nicht der Schweizer Verrechnungssteuer. Das heisst nicht, dass sie steuerfrei sind: Die kantonale Praxis kann Gewinne aus ausländischen Grossspielen als Einkommen behandeln, unabhängig von der Höhe. Der Kanton Thurgau tut das nach der bekannten Praxis. Wer also bei einer ausländischen Plattform gewinnt, gewinnt unter Umständen steuerpflichtig, während ein Schweizer Wettgewinn unterhalb der Freibeträge frei bleibt. Der Schweizer Freibetrag für einen einzelnen Gewinn liegt seit dem 1. Januar 2026 bei CHF 1'071'000, nach CHF 1'070'400 im Jahr 2025, mit einem kantonal unterschiedlichen Wert. Die praktische Aussage für jeden typischen Wetter: weit unter der Grenze, keine Einkommenssteuer und keine Verrechnungssteuer auf dem Gewinn. Wer den Gewinn im Wohnsitzkanton steuerlich korrekt behandeln will, fragt dort nach. Eine kurze Anfrage bei einem Steuerberater oder der kantonalen Steuerverwaltung schliesst die Lücke.
Fazit. Bei Cloudbet ist der Steuerweg der unauffälligste Kostenpunkt. Ein ausländischer Gewinn, der in der Schweiz steuerlich zu erklären ist, kann teurer werden als die Differenz, die eine Quote versprochen hat. Wer das vor dem Konto weiss, hat den Rechenweg schon halb.
Bahigo: was ein Vergleich über einen Anbieter ohne Bewilligung sagen kann
Bahigo trägt keine Schweizer Bewilligung; eine andere Bewilligung mit Wirkung in der Schweiz ist nicht festgestellt. Keine Anbindung an das Sperrregister, keine Schweizer Rechtsmittel, keine Aufsicht, mögliche Sperrlisteneintragung mit DNS-Blockade.
Man kann über einen solchen Anbieter nur zwei Dinge tun: ihn beschreiben und ihn einordnen. Diese Seite tut das erste kurz und das zweite ausführlich. Beschreiben lässt sich, was er ist: ein ausländisches Wettangebot, das Schweizer Spielende über die Domain erreichen. Einordnen lässt sich, was er nicht ist: Teil des Schweizer Systems mit seiner Aufsicht, seinem Sperrregister und seinem Schutznetz.
Für den Leser heisst das: Wenn er Bahigo als Option sieht, dann nicht, weil die Bewilligung vorhanden wäre, sondern obwohl sie fehlt. Diese Entscheidung nimmt ihm niemand ab, und diese Seite wird sie ihm nicht erleichtern, indem sie etwas hinzudichtet, das nicht existiert.
Fazit. Bahigo bleibt am Ende das, was es in der Spalte Bewilligung ist: keine. Und das ist kein Werturteil über das Angebot, sondern die einzige Angabe in diesem Vergleich, die zählt, wenn wirklich etwas schiefgeht.
Angaben, die für keinen Anbieter in dieser Liste stehen
Es gibt bei einem Vergleich immer Punkte, die sich nicht mit einer Zahl schliessen lassen. Bei den Bewilligungen ist es anders: Hier gibt es eine vollständige Liste, und sie ist deshalb vollständig, weil es keine weitere Bewilligung gibt. Bei den ausländischen Anbietern fehlt diese Liste naturgemäss, weil keiner eine Schweizer Bewilligung beantragt hat.
Es wäre nicht richtig, aus der Länge der Spalten in der Übersichtstabelle zu schliessen, dass ein Vergleich nicht möglich sei. Er ist möglich und ist hier geführt, und was fehlt, ist für die Bewertung der beiden Gruppen nicht nachteilig. Wer eine Plattform auswählt, sollte darauf schauen, was die Seite über ihn weiss, nicht was sie über die richtige Bewilligung nicht weiss.
Der entscheidende Punkt ist der: Die eine vollständige Zahl in diesem Feld ist die Null, mit der die Spalte der ausländischen Anbieter für Schweizer Bewilligungen dasteht. Alles andere ergibt sich daraus.
Fragen und Antworten
Wann fand das Turnier zuletzt statt, und wann ist die nächste Ausgabe angesetzt?
Die Ausgabe 2026 wurde vom 18. Januar bis 1. Februar 2026 in Melbourne ausgetragen, sie ist entschieden und ausgewertet. Die Ausgabe 2027 ist vom 17. bis 31. Januar 2027 angesetzt. Eine Wette auf die Australian Open richtet sich heute deshalb auf den Januar 2027, nicht auf das bereits gespielte Turnier.
Darf in der Schweiz auf die Australian Open gewettet werden, und bei welchem Veranstalter?
Ja. Sportwetten sind ein Grossspiel und unterstehen dem Geldspielgesetz, und Swisslos Sporttip und die Loterie Romande Jouez Sport sind die beiden bewilligten Veranstalter. Massgebend ist der Wohnsitz: Swisslos für die Deutschschweizer Kantone, das Tessin und Liechtenstein; die Loterie Romande für Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Angeboten wird nur, was die behördliche Liste für Ereignisse und Wettarten zulässt.
Wie wirkt sich der Match-Tiebreak im Entscheidungssatz auf Wetten auf Satz und Spielausgang aus?
Bei 6:6 entscheidet ein Tiebreak, im Entscheidungssatz ein Match-Tiebreak bis 10 Punkte mit zwei Punkten Vorsprung. Eine Wette auf den Spielsieger bleibt davon unberührt. Teilmärkte dagegen spüren ihn: Der Entscheidungssatz kann dadurch mehr Spiele aufweisen als erwartet, weshalb Wetten auf die Gesamtzahl der Spiele mehr Streubreite tragen als solche auf Satz oder Spielsieger.
Wie berechnet sich der Gewinn aus Einsatz und Quote, und was ist die Marge?
Der Gewinnbetrag ist Einsatz mal Quote, bei Kombinationen mal dem Produkt der Einzelquoten, aufgerundet auf zwei Nachkommastellen, dann auf fünf Rappen abgerundet. Die Marge ist der Anteil, den ein Markt nicht zurückzahlt. Bei einem illustrativen Zwei-Wege-Markt mit je 1.90 beträgt der Auszahlungsanteil rund 95 %, die Marge also rund 5 %.
Welche Verlustlimiten gelten, und wie lässt sich eine Spielsperre beantragen?
Limiten setzt der Spielende selbst; der Veranstalter verlangt Höchstwerte für Tages-, Wochen- oder Monatseinsätze und -verluste. Bei Sporttip gilt vor der ersten Teilnahme eine Oberlimite von CHF 9'999, unter 21 Jahren von CHF 1'000, für 1, 7 und 30 Tage. Eine Erhöhung wirkt nach 72 Stunden. Eine Spielsperre lässt sich bei Sporttip produktbezogen für 1 bis 180 Tage setzen, ohne Aufhebung vor Fristablauf; eine unbefristete Spielsperre wird im schweizweiten Register eingetragen.
Wie funktioniert der Steuerfreibetrag bei Wettgewinnen, und was heisst «je nach Kanton»?
Gewinne aus schweizerisch bewilligten Grossspielen sind bis zu einem Freibetrag pro Einzelgewinn einkommenssteuerfrei; seit dem 1. Januar 2026 liegt der Bundeswert bei CHF 1'071'000, 2025 bei CHF 1'070'400. Der kantonale Freibetrag weicht ab, deshalb «je nach Kanton» statt einer einzelnen Kantonszahl. Darüber hinaus behält der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ein, rückforderbar über die Steuererklärung. Gewinne aus ausländischen Anbietern unterliegen nicht der Verrechnungssteuer, können kantonal aber anders behandelt werden.
Dieser Beitrag wurde vom Team von Torschützen Wetten erstellt.
